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Produktausschluss – Bestimmte Produkte vom Widerruf ausschließen

Übersicht

Nach EU-Recht sind bestimmte Produkte vom 14-tägigen Widerrufsrecht ausgenommen. Die App unterstützt Sie dabei, diese Produkte zu kennzeichnen. Enthält eine Bestellung nur ausgeschlossene Artikel, kann kein Widerruf über das Formular erfolgen; bei gemischten Bestellungen werden nur die nicht ausgeschlossenen Artikel widerrufen/storniert bzw. zurückgegeben.

In der App finden Sie unter Widerrufs-Leitfaden (Navigation) weitere Infos zum Produkt-Ausschluss-Block: Anleitung zur Einbindung des Hinweises auf der Produktseite (Storefront) und die gleichen Kategorien mit rechtlichen Grundlagen.

Welche Produkte können ausgeschlossen werden?

Typische Beispiele (rechtlich relevant nach EU-Verbraucherrechterichtlinie):

  • Hygieneartikel: z. B. Unterwäsche, Bademode, Kosmetik nach Öffnung, Kontaktlinsen
  • Personalisierte/maßgeschneiderte Artikel: z. B. gravierte Ware, individuelle Fotoartikel, kundenspezifische Konfigurationen
  • Verderbliche Waren: z. B. frische Lebensmittel, Blumen, medizinische Produkte
  • Digitaler Inhalt: z. B. Software-Downloads, E-Books, Online-Kurse (sofern nicht anders vereinbart) – wird wie personalisierte Artikel immer vom Widerruf ausgeschlossen (auch vor Versand/Auslieferung)
  • Event-/Terminware: z. B. Konzerttickets, Flugbuchungen, Hotelreservierungen
  • Zeitungen/Zeitschriften (außer Abonnements)

Die genaue rechtliche Einordnung obliegt Ihnen; die App bietet die technische Möglichkeit, Produkte als „vom Widerrufsrecht ausgeschlossen“ zu markieren.

Einrichtung über den Admin-Block auf der Produktseite

Die App stellt einen Block auf der Produktseite im Shopify Admin bereit („Widerrufsausschluss" / „EU Withdrawal Exclusion"). Dort können Sie Produkte direkt als vom Widerruf ausgeschlossen markieren – ohne Metafelder manuell zu bearbeiten.

Block hinzufügen und nutzen

  1. Öffnen Sie im Shopify Admin Produkte und wählen Sie ein Produkt aus (oder legen Sie ein neues an).
  2. Scrollen Sie auf der Produktdetailseite nach unten. Der Block „Widerrufsausschluss" erscheint in einer Section unterhalb der Produktinfos (z. B. „Media", „Organization" usw.).
  3. Falls der Block nicht sichtbar ist: Klicken Sie auf „Block hinzufügen" bzw. „Add block" in einer passenden Section. Suchen Sie in der Block-Liste nach „EU Withdrawal Exclusion" oder „Widerrufsausschluss" und fügen Sie ihn hinzu.
  4. Der Block kann bei Bedarf angeheftet (gepinnt) werden, damit er immer sichtbar bleibt.

Screenshot: Admin-Block „Widerrufsausschluss" auf der Produktseite – siehe App.

Was lässt sich im Block pflegen?

  • Vom Widerrufsrecht ausgeschlossen (Checkbox): Aktivieren Sie diese Option, wenn das Produkt vom 14-tägigen EU-Widerrufsrecht ausgenommen ist.
  • Grund (Kategorie): Falls ausgeschlossen, wählen Sie die passende Kategorie:
    • Hygieneartikel
    • Personalisierte Artikel
    • Verderbliche Waren
    • Digitaler Inhalt
    • Event-/termingebundene Waren
    • Aktuelle Medien (Zeitungen, Zeitschriften o. Ä.)

Die Änderungen werden automatisch gespeichert; Sie müssen das Produkt lediglich wie gewohnt speichern. Die App berücksichtigt diese Einstellung bei jeder Widerrufsanfrage für Bestellungen mit diesem Produkt.

Hintergrund: Technisch wird das Metafield legal.withdrawal_exclusion (JSON) am Produkt gesetzt. Sie können es bei Bedarf auch manuell in den Metafeldern prüfen; die Nutzung des Blocks ist jedoch deutlich übersichtlicher.

Verhalten bei der Widerrufsanfrage

  • Alle Produkte in der Bestellung ausgeschlossen: Der Widerruf wird abgelehnt; der Kunde erhält eine spezifische Meldung je nach Kategorie (z. B. „Nur digitaler Inhalt – Widerruf nicht möglich“, „Nur Hygieneartikel – nach Lieferung keine Rückgabe möglich“ oder „Alle Artikel dieser Bestellung sind vom Widerrufsrecht ausgeschlossen“).
  • Gemischte Bestellung (teilweise ausgeschlossen): Der Widerruf wird für die nicht ausgeschlossenen Artikel durchgeführt (Stornierung oder Return). Die ausgeschlossenen Artikel werden in der Bestätigung bzw. in der E-Mail erwähnt.
  • Nur personalisierte oder nur digitale Produkte: Enthält die Bestellung ausschließlich als personalisiert oder als digital markierte Produkte, kann die App den Widerruf vollständig ablehnen – auch wenn die Ware noch nicht versendet wurde (siehe FAQ, falls Sie dazu eine Meldung sehen). Bei anderen Kategorien (z. B. Hygiene, verderblich) kann vor dem Versand noch storniert werden.

Bei teilweise versendeten Bestellungen (Plus, Teilwiderruf) gilt die gleiche Logik: versendete ausgeschlossene Artikel werden nicht in den Return einbezogen; nicht versendete ausgeschlossene Artikel (außer personalisiert/digital) können noch storniert werden.

Theme Block – Widerrufshinweis auf der Produktseite (Storefront)

Damit Kunden bereits auf der Produktseite im Storefront sehen, dass ein Produkt vom Widerruf ausgeschlossen ist, können Sie den Theme Block „Hinweis Widerrufsausnahme" („EU Withdrawal Exclusion") einbinden.

Block im Theme hinzufügen

  1. Im Shopify Admin: Online Store → Themes öffnen.
  2. Anpassen (Theme Editor) beim aktiven Theme wählen.
  3. Produktseite auswählen (z. B. über die Seitenauswahl oben oder „Product pages").
  4. Öffnen Sie die Section, in der der Hinweis erscheinen soll (z. B. unterhalb der Produktbeschreibung).
  5. Block hinzufügen („Add block") wählen.
  6. In der Block-Liste „Hinweis Widerrufsausnahme" bzw. „EU Withdrawal Exclusion" auswählen.
  7. Speichern nicht vergessen.

Der Block zeigt den Hinweis nur, wenn das Produkt tatsächlich vom Widerruf ausgeschlossen ist. Bei allen anderen Produkten erscheint er nicht.

(Screenshot: Theme Block „Hinweis Widerrufsausnahme" auf der Produktseite – siehe App.)

Was lässt sich am Theme Block anpassen?

  • Überschrift – anzeigen oder ausblenden, eigener Text (z. B. „Widerrufsrecht")
  • Hinweistext – Standardtext oder eigene Formulierung (inkl. Übersetzungen je Sprache)
  • Design – Hintergrundfarbe, Textfarbe, Schriftgröße, Eckenradius
  • Custom CSS – individuelle Anpassungen

Die genauen Einstellungen finden Sie im Theme Editor unter den Block-Optionen.

Rechtliche Grundlagen

Die Ausschlüsse orientieren sich an Art. 16 der EU-Verbraucherrechterichtlinie (2011/83/EU). Die finale Einordnung, ob ein konkretes Produkt ausgeschlossen ist, liegt bei Ihnen als Händler.